Zu
den Fotos der gesamten Soralanlage
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Datalogger
(Daten kontinuierlich aufzeichnen) |
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Dieser Abschnitt ist eher für Fachkundige gedacht.
Daten aufzeichnen lassen - monatelang - und auswerten zu einer hübschen Kurve! Mit
einem Datenlogger.
Schauen Sie sich ein Kurzbeispiel an (s. unten), oder studieren Sie das aussagestarke
Montasfile im pdf-Format:

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Deutung der Kurve:
ROT zeigt, wie sich das Boilerwasser am
1. Tag um ca. 15°C erhitzt (pro Häuschen 10°C), etwas weniger
noch am 2. Tag.
BLAU deutet auf einen wolkenlosen (1.
Tag) oder aber schwer bewölkten Himmel hin (4. Tag). Zack-Kurven
deuten auf vorbeigezogene Wolken hin. Am 5. Tag aber war nur
diffuses Licht wirksam.
GRÜN misst die Temperatur am
Boilerausgang NACH dem Mischventil, welches momentan etwas sehr
niedrig (50°C) eingestellt ist. Es verhindert, dass 80-grädiges
Wasser ins Hausnetz gelangt und eine Verbrühung drohen könnte. Korrekte
Einstellung wäre maximal 60°C. Man erkennt, dass sich in den Nächten die
Linie recht gerade zeigt. Das meint: Man hat geschlaften oder/aber/und hat
kein Heisswasser in diesen Stunden bezogen.
BRAUN sind senkreckte Markierungen und
bezeichnen das Ein- und Ausschalten der Solarpumpe. Ideal würde man
pro Tag einen Einschaltstrich zu Beginn des Tages und einen
Ausschaltstrich am Spätnachmittag feststellen. Tag 1 als Beispiel.
Wechselwetter bewirkt mehrfaches Ein-Aus-Schalten der Pumpe. (Tage 2
und 6)
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SD-Kärtchen |
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LAN-Anschluss
zum Komputer |
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ANSCHLÜSSE |
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Die Messdaten stehen am Steuergerät des Solarboilers bereit. An 2 Drähten (VBus) übernimmt der Datalogger diese Daten zur Auswertung oder zur Sicherung.
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Aufgezeichnet werden in regelmässigen Abständen alle relevanten Temperaturen der Anlage:
Temperaturfühler am Solarkollektor auf dem Dach, Boiler-Vorlauf und -Rücklauf, beim Heisswasser-Ausgang die sog. "Zapftemperatur", die Pumpenlaufzeiten usw.). Das Zeitinterval kann beliebig eingestellt werden, von einigen Sekunden bis Stunden.
Unsere Anlage misst beispielsweise alle 30 Sekunden den Zustand; etwas sehr präzise, zugegeben.
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Vor der Inbetriebnahme müssen einmalig (oder bei Änderungswünschen) noch einige Parameter wie Zeit-Messintervalle, Zeitzone usw. eingestellt werden. Dazu wird der Datalogger über das integriertes Web-Interface am Laptop angeschlossen. EinLAN-Netzwerkkabel gehört zum Lieferumfang. Via eine IP-Adresse, welche bei Ihrem üblichen Browser eigegeben wird, findet die Verbindung (wie eine Internet-Verbindung zu einer
beliebigen Homepage) statt. Die Einstellungen sind schnell geschehen, der Laptop kann wieder abgehängt werden, und der Betrieb der periodischen Messungen kann starten.
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Täglich werden diese Messdaten in einem File im internen Speicherbaustein gesichert. Die roten LEDs zeigen den Füllstand des Speichers an. Der aber ist sehr grosszügig bemessen, ist selbst bei minütlicher Messung für Monate hinaus aufnahmebereit. Die erzeugten Files lassen sich mit einer handelsüblichen SD-Card herausspeichern. Über die mitgelieferte Software wird daraus ein Textfile generiert
(Beispiel eines einzigen Tages
HIER), welches wiederum mit Excel o.ä. zu aussagestarken Kurven verarbeitet werden kann. Dazu ist Excel-Kenntnis zwingend notwendig.
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Alternativ kann auch über die mitgelieferte Software
der Firma Resol eine Auswertung der Messdaten erfolgen.
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Eine Kurve eines ganzen Monats als .pdf kann hier eingesehen werden. Sie können rückblickend jedes einstige Wölklein über Ihrem Haus ausmachen (Tag 3 im Beispiel), sehen präzise, zu welcher Minute am Morgen oder in der Nacht (...) Heisswasser bezogen wurde... (furchtbar für Datenschützer!); die vielen Messstellen verraten es. Wunderschöne, wolkenfreie Sommertage sind als parabol-ähnliche, regelmässige Linie sichtbar (Tag 5 im Beispiel). - Nach den Ferien ist es hoch-spannend zu erfahren, ob man sich den Urlaub in die Karibik oder den Ausflug in den Süden wettermässig hätte ersparen können :-).
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Wer mehr darüber erfahren möchte, findet beim Hersteller
unter www.resol.de weitere Informationen.
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